Neuigkeiten aus den Schwellenländer und den EVOLUTION Value Funds.

Marktkommentare

Zu Beginn des Berichtsmonats sind die Aktienkurse um weitere 8% eingebrochen. Nach der ersten Hälfte vermochten sich die Kurse allerdings wieder zu erholen und schlossen den Februar beinahe unverändert ab. Neben der Rohstoffpreisentwicklung lasten insbesondere die Schwäche des internationalen Handels und die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten auf dem Wachstumsausblick der Schwellenmärkte. Dennoch scheinen sich die Märkte seit Mitte Februar zu stabilisieren und auch die Rohstoffpreise ziehen wieder an. Die schwachen Einkaufsmanagerindices deuten darauf hin, dass die Schwellenmärkte mit einer eher schwachen Dynamik ins neue Jahr gestartet sind. Dennoch ist zu beobachten, dass Kapital zurück von entwickelten in die Schwellenmärkte fließt.

Für das neue Jahr liegen noch keine makroökonomischen Daten vor. Dennoch missglückte der Start – trotz vieler Vorschusslorbeeren – komplett. China zog am ersten Handelstag des Jahres bereits den Hammer raus und ließ den Aktienmarkt um 7% einbrechen. Bereits drei Tage später ging der Festlandaktienindex nochmals um 7% nach Süden. Der Ölpreis fährt Achterbahn und sackte um bis zu 27% ein. Darüber steht die US FED, welche aufgrund der jüngsten makroökonomischen Zahlen und verfehlter Inflationsziele mit Ihrer Zinserhöhungspolitik in Bedrängnis gerät. Wir erwarten, dass Russland im ersten Quartal, nach erst bereits überwundener Rezession, wieder dahin zurück rutscht. In Brasilien müssen die Prognosen abermals revidiert werden – weiter nach unten. Aufgrund der schwachen Wachstumsentwicklung wird in den Emerging Markets kaum eine Notenbank den Zinsanhebungen der US-Notenbank folgen. Dadurch reduziert sich der Zinsabstand, EM-Währungen verlieren gegenüber dem US-Dollar an Attraktivität.

Die US Zinswende lastet auf Schwellenmärkten-Aktien. Ebenso vermögen die jüngsten Wirtschaftsdaten nicht zu überzeugen und liefern ein durchwachsenes Bild. Russland hat nun die Rezession überwunden, während Brasilien nochmals stark geschrumpft ist. Für Lateinamerika könnten die jüngsten Wahlen in Argentinien und Venezuela neue Impulse in der gesamten Region liefern. Allerdings gehen wir davon aus, dass viele Notenbanken in Südamerika in den kommenden Monaten die Zinsen anheben werden. Dies wird in Europa und Asien jedoch noch nicht der Fall sein. Gespannt blicken die Finanzmarktakteure nach China, wo ein bedeutender wirtschaftlicher Umbruch ansteht. Damit ist auch zu erwarten, dass der Renminbi weiter abgewertet wird.